Geschichte
Der Polizeihund bei der Luzerner Polizei
In einem alten Ausbildungsbuch „Dressur und Führung des Polizeihundes“, Ausgabe 1920, sind dem Schreibenden 3 Leitsätze aufgefallen, die sicher heute noch ihre Gültigkeit haben.
1. Bevor du einen Hund dressieren kannst, musst du dich selbst zur strengsten Selbstbeherrschung erziehen, damit du nicht durch eine Betätigung deiner Ungeduld, deines Unmutes in einer Minute verdirbst, was du in wochenlanger, mühsamer Arbeit erschaffen hast.
2. Bevor du mit der Dressur eines Hundes beginnst, studiere die Naturgeschichte und das Seelenleben des Hundes und besonders die Entwicklungsgeschichte.
3. Mit Peitsche, Stock und Rute erziehst du dir einen vor den Augen gehorsamen Sklaven, aber keinen Pflichttreuen, arbeitsfreudigen Kameraden, der mit dir die Gefahren teilt und für dich sein Leben einsetzt.
Kurzer Blick in die Geschichte des Polizeihundes
Nach Informationen im elektronischen Lexikon, Wikipedia, erfolgte die Domestikation des Hundes vor rund 14000 Jahren. Diese Zahl darf heute als gesichert angesehen werden. Der Mensch hat den Hund schon bald für die Jagd eingesetzt und mit dem Sesshaft-werden ihn als Hüte- und Wachhund zu nutzen gewusst.
Der Geschichte ist auch zu entnehmen, dass polizeiähnliche Tätigkeiten erstmals Anfang des 12. Jahrhunderts erfolgten, als Stadtwächter in einer französischen Hafenstadt nachts auf der Patrouillentätigkeit Hunde einsetzten. Bekannt wurden Polizeihunde auch 1816 in England zum Aufspüren von Whiskyschmugglern. Um 1896 stellte die Stadt Hildesheim/D für Nachtdienstwächter Doggen ein und diesem Beispiel folgten bald weitere Städte. Als im Jahre 1902 eine Dogge im Polizeidienst bei einem Grossbrand die Menschen vor den Gefahren fernhielt, war der Polizeihund geboren. 1904 hat ein Polizeihund in Braunschweig einen Mörder aufgespürt. Dies war dann auch der Moment, wo Hunde nicht nur als Schutzhunde, sondern auch zum Geruchsspurenvergleich bei polizeilichen Ermittlungen ausgebildet und eingesetzt wurden.
2. Bevor du mit der Dressur eines Hundes beginnst, studiere die Naturgeschichte und das Seelenleben des Hundes und besonders die Entwicklungsgeschichte.
3. Mit Peitsche, Stock und Rute erziehst du dir einen vor den Augen gehorsamen Sklaven, aber keinen Pflichttreuen, arbeitsfreudigen Kameraden, der mit dir die Gefahren teilt und für dich sein Leben einsetzt.
Polizeifest Sempach, Luzern, Schweiz
100 Jahre LPHV
1912 - 2012
Altes Logo
1912
Gründung des Luzerner Polizeihundeführer Vereins
Auf die Initiative von Hr. Hptm FX. Jans, Polizeikommandant, fand am 23. April 1912 im Hotel Bad, Luzern, die Gründungsversammlung statt. Der Name lautete: „Verein Luzerner Polizeihundeführer“. Bei der Gründungsversammlung waren 25 Männer von der Kantons- und der Stadtpolizei, sowie von der Securitas anwesend. Wenn man bedenkt, dass die Ausbildung und der Einsatz des Hundes bei der Polizei im In- und Ausland erst im Entstehen war, so dürfen wir heute mit Stolz festhalten, dass unsere Gründungsmitglieder, allen voran Herr Hauptmann FX. Jans, sehr fortschrittlich dachten und über einen grossen Pioniergeist und Weitblick verfügten.
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen
- Präsident: Herr Hauptmann, FX. Jans, Kommandant
- Vizepräsident: Josef Meyer, Bez. Aufseher, Luzern
- Aktuar: Emil Birrer, Landjäger, Horw
- Kassier: Anton Koller, Kpl. Kriens
- 1. Übungsleiter: Anton Künzli, Landjäger, Ruswil
Im Anschluss an die Gründungsversammlung hielt Herr Jans, der selber aktiver Hundeführer war, einen Vortrag über die Hundedressur und über die Nutzbar-machung des Hundes für den Polizeidienst. Alle Anwesenden zeigten grosses Interesse an den Ausführungen.
Innert weniger Tagen und mit voller Begeisterung wurden die Vereinsstatuten erstellt und am 27. April 1912 bereits in Druck gegeben. Der Jahresbeitrag hatte man auf 1.00 Fr. festgesetzt. Am 30 April des gleichen Jahres trat der neu gegründete Verein dem Schweizerischen Polizeihundführer-Verband bei. Wie wir sehen, haben die Gründer gleich Nägel mit Köpfen gemacht. So fand am 29.05.1912, auf der Allmend die erste Hundeübung statt und wurde von fünf Hundeführern besucht.
1913
An der ersten Mitgliederversammlung, Januar 1913, wurde der Entwurf des kantonalen Prüfungsreglements eingehend besprochen und für ein Jahr in Kraft gesetzt. Der Jahresbetrag erhöhte man von 1.- auf 2.- Fr. Im Sommer des gleichen Jahres verstarb der Aktuar Emil Birrer und wurde durch Anton Künzli, Landjäger, Ruswil, ersetzt.
1916
Erst im Jahre 1916 konnte der Präsident bei der Regierung erreichen, dass für die Teilnahme an Hundeübungen- und Prüfungen, eine Reisevergütung nach Gebührenverordnung in Rechnung gestellt werden durfte.
1918
Infolge der schwierigen Weltlage und dem Ausbruch des 1. Weltkrieges, gab es in der Vereinstätigkeit einen Stillstand. Auch im Jahre 1919 herrschte im Verein keine besonders grosse Aktivität. Im Protokollbuch sind die Gründe aber nicht näher umschrieben.
1920
An der Generalversammlung vom 6.März 1920 gab es die erste grössere Wachtab-lösung, demissionierte doch der Gründungspräsident Herr Hauptmann FX. Jans. Herr Jans stand dem Verein während rund 8 Jahren tatkräftig mit grossem persönlichem Einsatz zur Verfügung. Für die grossen Verdienste verlieh die Versammlung Herr FX. Jans die Ehrenmitgliedschaft.
Als neuer Präsident wurde Herr Hauptmann Hans Habermacher gewählt.
Herr Habermacher leitete den Verein während rund 17 Jahren mit grosser Umsicht und Engagement. 1920 - 1937
1930
Am 14. Juni 1930 waren die Luzerner Polizeihundeführer für die Durchführung der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Polizeihundeführer-Verbandes verantwortlich. Die Tagung fand im Hotel Union statt und zum Zobig wurden die Gäste auf den Dietschiberg eingeladen.
1935
An der Generalversammlung im April 1935 wurde die Aufnahme von Passivmit-gliedern beschlossen. Dies waren hauptsächlich Zivilpersonen, die der Polizei gut gesinnt waren.
1936
Im Juni 1936 fand in Luzern zum zweiten Mal die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Polizeihundeführer-Verbandes statt. Die Hundeführer Raymund Burkart und Isidor Buholzer, die zu jener Zeit sehr aktiv und erfolgreich waren, stellten bei diesem Anlass ihre Ehrenpreise aus. R. Burkart zeigte auch bei dieser Veranstaltung mit seiner legendären „Dübi“ eine Mannarbeit, die auf Wunsch der Delegierten später verfilmt wurde. In den Jahren 1932 bis 1940 waren die Hundeführer R. Burkart, A. Villiger, F. Felder, I. Buholzer und A.Felber besonders aktiv und in allen Stufen sehr erfolgreich. Durch die guten Prüfungsergebnisse, aber auch durch viele praktischen Erfolge, verbesserten sich die Subventionsbeiträge des Staates erheblich.
1937
Auf die Generalversammlung vom 2. April 1937 hatte Herr Hauptmann Hans Habermacher die Demission eingereicht. Für die grossen Verdienste um das Polizei-hundewesen wurde er von der Versammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Zum Vereinspräsidenten wurde der neue Kommandant, Herr Hauptmann, Dr. Josef Isenschmid, gewählt. Er führte das Vereinsschiff von 1937 – 1942.
Auf Grund der schwierigen Weltlage und dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche konnten keine Hundeprüfungen durchgeführt werden. Auch in den folgenden Kriegs-jahren herrschte Ruhe in der Vereinstätigkeit.
1942
1942 wechselte Hauptmann, Dr. J. Isenschmid, als Sekretär in das Militär- und Polizeidepartement und stellte das Präsidentenamt zur Verfügung.
Als Präsident stellte sich der neue Polizeikommandant, Hr. lic. iur. Josef Burkhard, zur Verfügung. Herr Burkhard leitete den Verein von 1942 – 1967.
1943
Am 29./30.05.1943 wurde im Hotel Rathaus, Luzern, Delegiertenversammlung des Schweizerischen Polizeihundeführer Verbandes abgehalten.
1944
Unter der Leitung des Präsidenten, Hr. lic iur Burkhard, wurden neue und zeitge-mässe Statuten erstellt. Der Vereinsname lautete von nun an „Luzerner Polizeihundeführer Verein“
1949
An der Generalversammlung am 06.04.1949 änderte der Vereinsnamen erneut. Der Name lautete nun „Verein Luzerner Polizeihundeführer“.
1962
Als Anlass zum 50-jährigen Bestehen des Schweizerischer Polizeihundeführer Verbandes, organisierten die Luzerner Polizeihundeführer am 28.03.1962, eine zentralisierte Polizeihundeprüfung. Heute würde man dies eine Schweizer-meisterschaft nennen. An dieser Prüfung nahmen 16 Hundeführer in der Kriminalklasse und 14 Hundeführer in der Schutzhundeklasse teil. Der von zahlreichen Polizeikommandanten besuchte Anlass war eine eindrückliche Kundgebung für das Polizeihundewesen. Pol. Schelbert von der Kapo Schwyz belegte in der Kriminalklasse den ersten Rang. Auch die Luzerner Polizeihundeführer hatten Grund zum jubilieren und durften auf 50 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Nach der dezentralisierten Verbandsprüfung am 27.11.1962, fand eine würdige Jubiläumsfeier im Hotel Hirschen, Sursee, statt. Pol. Kdo. Josef Burkhard konnte eine grosse Anzahl von Ehrengästen begrüssen, u.a. Obergerichtspräsident Dr. Zgraggen, lic. iur. A. Wüest, Departementssekretär, mehrere Untersuchungsrichter des Kantons Luzern, Dr. Jenny, Kommandant der Stadtpolizei Luzern, usw. Der Anlass wurde vom neu gegründeten Spiel der Kantonspolizei Luzern mit rassigen Klängen verschönert. Als Tafelmajor amtete Dr. Hans Schriber und hielt die Jubiläumsfamilie auf humorvolle Art bis in die Abendstunden in Schwung.
1964
Nach dem grossen Jubiläum, 50 Jahre Luzerner Polizeihundführer-Verein, erklärten drei langjährige Vorstandsmitglieder den Rücktritt; Walter Bühlmann 22 Jahre Aktuar, Andreas Bitzi, Kassier 9 Jahre, Isidor Buholzer als 1. Übungsleiter, ebenfalls nach 9 Jahren. Für ihre langjährigen Tätigkeiten im Verein, wurden alle drei Herren zu Ehrenmit-gliedern ernannt.
1965
Erstmals organisiert der Verein einen Ausflug. Das Reiseziel war die Kreuzhütte auf Trübsee, Engelberg. Es soll ein sehr geselliger Anlass gewesen sein.
1966
An der Generalversammlung 1966 gab es erneut zwei Demissionen. Es waren dies Herr lic iur Josef Burkhard, Kommandant, 25 Jahre Präsident, Wm Raymund Burkart, Vice Präsident und Wm Isidor Buholzer, Kassier. Für die grossen Verdienste um das Polizeihundewesen, wurde Herr lic iur Josef Burkhard mit riesigem Applaus zum Eherenpräsidenten ernannt. Raymund Burkhart und Isidor Buholzer wurden die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die denkwürdige Laudatio hielt Herr Dr. Hans Schriber.
Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen
- Präsident: Herr Hauptmann Dr. Hans Schriber
- Vizepräsident: Albert Auchli
- Aktuar: Alois Schnyder
- Kassier: Robert Furrer
- 1. Übungsleiter: Johann Müller
1967
An der Mitgliederversammlung von 1967 wurde der Aktiv- und Passivbeitrag von CHF. 3.- auf CHF. 5.- erhöht.
Ab dem Frühjahr 1967 begann für den Vorstand der Luzerner Polizeihundeführer eine besonders anstrengende Zeit, wurde ihnen doch der leitende Ausschuss des Schweizerischen Polizeihundeführer-Verbandes übertragen. Dass dieses Mandat nicht nur Ehre bedeutete, sondern auch Knochenarbeit, versteht sich von selbst. Für die sechs kommenden Jahre hatte sich der Vorstand wie folgt konstituiert.
- Präsident: Herr Hauptmann Dr. Hans Schriber
- Vizepräsident: Wm Johann Müller
- Sekretär: Wm Albert Auchli
- Kassier: Gfr Robert Furrer
- Beisitzer: Gfr Alois Schnyder
Für die technischen Belange des Verbandes, wie Kurse, Richterausbildung, Aufgebot der Experten für die Verbandsprüfungen, usw. war der Vice-Präsident, Wm Johann Müller, verantwortlich.
1969
Alle Jahre hatte sich der Vorstand mit der Futtergeld-Entschädigung zu befassen. Im Jahr 1969 hatte die Regierung das Hundeführer - Budget nicht angepasst. Um den Hundeführern dennoch eine den Kosten entsprechende Entschädigung ausrichten zu können, musste sogar die Vereinskasse „bluten“. An der Vorstandssitzung vom Juni 1969 konnte der Präsident vermerken, dass für das kommende Jahr das Budget für das Polizeihundewesen von CHF 6000.- auf CHF 9000.- erhöht wurde. An dieser Sitzung wurde auch die Beschaffung von Hundezwingern besprochen.
1972
Am 18.02.1972, fand im Restaurant Falken, Ebikon, die Jubiläums-GV, „60-Jahre Luzerner Polizeihundeführer-Verein, statt. Zu diesem Anlass hatte man auch Herrn Regierungsrat Dr. Krummenacher, Vorsteher des Militär- und Polizeidepartement eingeladen. Herr Krummenacher zeigte sich bei seiner Ansprache von der Arbeit der Polizeihundeführer tief beeindruckt und sprach namens der Regierung den besten Dank aus. Er wünschte allen Hundeführern viel Durchhaltevermögen, Befriedigung bei der Arbeit mit Hunden und auch viel Erfolg im praktischen Einsatz. Anschliessend an die Versammlung genossen alle das feine Nachtessen und Dr. Hans Schriber hielt einen humorvollen Rückblick auf die verflossenen 60 Jahre.
1974
Infolge Pensionierung im Frühling, hatte Albert Auchli die Demission als Vice Präsident eingereicht. Als Hundeführer, Experte, Übungsleiter, Zentralsekretär und Vorstandsmitglied hat Albert Auchli Enormes zu Gunsten des Vereins geleistet. Mit grossem Applaus wurde Albert zum Ehrenmitglied ernannt. Die Delegiertenversammlung des SPV fand am 15./16.05.1974 in Luzern statt und wurde durch unsere Sektion organisiert. Der Luzerner Polizeihundeführer Verein führte während 6 Jahren die Geschicke des SPV und wurde an dieser Versammlung durch die Sektion Thurgau abgelöst. In Anerkennung der grossen Verdienste erhielten Dr. Hans Schriber, Johann Müller, Alois Schnyder, Robert Furrer und Albert Auchli die Ehrenmitgliedschaft.
1975
Viele Jahre diskutierten die Hundeführer wie es wäre, wenn wir ein eigenes Clubhaus hätten. Es wurden immer wieder die Vor- und Nachteile und die mögliche Finanzierung besprochen. Im Jahre 1975 war es dann soweit. Alois Schnyder war die treibende Kraft und hatte in Oftrigen ein Clubhaus gefunden, welches zum Verkauf angeboten wurde. Der Preis war Fr. 12000.-. Als Bauplatz hatte man das Mettilimoos, Finsterwald, ausgewählt. Grundstückbesitzer war die Familie Hofstetter, Restaurant Rengg. Sie stellten uns das Land im Baurecht zur Verfügung. Das Amt des Bauleiters übernahm Alois Schnyder und die Finanzierung erfolgte über Anteilscheine. Im Spätherbst wurde das Objekt in Oftrigen zerlegt und mit einem Lastwagen nach dem Mettilimoos transportiert. Unter der Leitung von Alois Schnyder wurde das Clubhaus wieder montiert. Dank dem Motivator Alois Schnyder und den vielen Frondiensthelfern konnte schon bald das Aufrichtefest gefeiert werden. Natürlich waren noch lange diverse Anpassungen nötig, aber von nun an konnten die Hunde-führer ihre Mahlzeiten in einem trockenen Raum einnehmen. Das Clubhaus, genannte „Chnori Hüüsli“ diente von nun an als Verpflegungs- Theorie- und Materialraum. Im Dezember konnte man bereits die erste Weihnachtsfeier im neuen Clubhaus abhalten. Auch manch geselliges Fest ging hier über die Bühne.
Das nachfolgende Gedicht "sChnori-Hüssli" verfasste Dr. Hans Schriber.
- Sind mier doch froo ob oisem Huus, do nimmt e keine mee rissus und seid: "Wärs dosse no so grüssli, wie chon esch jez im Chnori-Hüüsli
- und seichtis einisch wi ne Fluech, wies nume seicht im Aentlibuech ond besch de gly es nasses Müüsli gosch schnell ond gärn is Chnori-Hüüsli
- Hesch tagsus krampfed wie ne Gruus ond besch voll Dräck bis obenuus, denn schätzisch d Suberkeit, keis Lüüsli hetts doo - im suubere Chnori-Hüüsli
- Ond wäri mol s Vagane - Pack da obe - näm mers grad i Sack ond seid: Bi ois im Chnori-Hüüsli da nämer au de Rico Züüsli
- Drumm sind mier froo i öisem Huus sigs mol zu Sy sigs mol zum Pfuus; mier föid öis ne mee as grüüsli i öisem liebe Chnori-Hüüsli
1976
Folgende Ereignisse prägten das neue Clubhaus:
- Erste Vorstandssitzung
- Verabschiedung vom Polizeikommandant lic. iur. Josef Burkhard
- Einladung der Landwirte auf der Rengg und Umgebung des Clubhauses.
1977
Die Generalversammlung findet erstmals im neuen Clubhaus statt. Bei dieser Versammlung wird die Einführung eines Pikettdienstes diskutiert, jedoch ohne konkretes Ergebnis. Die Weihnachtsfeier findet mit Beinschinken und Kartoffelsalat im Chnori Hüüsli statt.
1978
An der GV viel der Entscheid, den Jahresbeitrag auf CHF. 8.- anzuheben und den aktiven Hundeführern beim Mittagessen eine Suppe und ein Kaffee gratis abzugeben.
1979
Am 03.02.1979 verstarb das verdienstvolle Ehrenmitglied Isidor Buholzer. Während rund 35 Jahren war der Verstorbene im Verein sehr aktiv und mit seinen Hunden im Einsatz, sowie an Prüfungen sehr erfolgreich. 9 Jahre lang wirkte er als 1. Übungsleiter und später während 9 Jahren als Kassier.
1980
Neue Rücktritte an der Generalversammlung 1980; Präsident Dr. Hans Schriber und der 1. Übungsleiter, Johann Müller, demissionierten. Mit der Neubestellung des Vorstandes zeichneten sich bald diverse Änderungen in den Vereinstrukturen ab.
Der neue Vorstand setzte sich wie folgt zusammen
- Präsident: Dr. Anton Widmer, Chef Kripo
- Vizepräsident: Josef Eicher
- Aktuar: Bruno Maurer
- Kassier: Robert Furrer
- 1. Übungsleiter: Alois Schnyder
An dieser Versammlung wurden Dr. Hans Schriber und der 1. Übungsleiter, Johann Müller, von den Anwesenden für ihre grossen Verdienste mit grossem Applaus zu Ehrenmitgliedern ernannt.
An der Vorstandssitzung vom 30.05.1980, wünscht der Präsident, Dr. A. Widmer, dass die Hundeführer mit einer einheitlichen Kleidung auftreten (Combi, Abzeichen und Beret). Der Präsident, Dr. Anton Widmer versprach, dass er für die Kleiderabgabe verantwortlich sein werde.
1981
In den letzten Jahren erhielten der technische Leiter, die Übungsleiter und der Materialverwalter eine abgestufte Entschädigung. Die Abklärungen durch den Präsidenten ergaben jedoch, dass die Rechtsgrundlage für diese Abgeltung nicht bestand. Diese Entschädigung wurde eingestellt.
- Die revidierten Statuten wurden erstellt und den Hundeführern abgegeben.
- Das einheitliche Tenue wurde den Hundeführen abgegeben. (Combi, schwarzer Ledergurt und Beret).
- Die Dienstwaffe musste ab sofort mitgeführt und im Fahrzeug verschlossen aufbewahrt werden.
1982
Die Hundeeinsätze müssen immer bewaffnet erfolgen. Es wird auch das Tragen einer Panzerweste in Erwägung gezogen.
Herr Dr. Hans Schriber, Kommandant, geht in Pension und wird in der Umgebung des „Chnori Hüüsli“ in einem würdigen Rahmen verabschiedet.
1983
Damit die Hunde in den Dienstautos mitgeführt werden können, wird die Anschaffung von Hundeboxen in Erwägung gezogen. Entsprechende Abklärungen werden getätigt.
Der Jahresbeitrag von CHF 8.- wird auf CHF 10.- erhöht.
Der TL, Alois Schnyder, besucht einen Hundekurs bei der Polizeihundeschule in Mühlheim am Main, Land Hessen.
An der GV ist auch die Wirtschaftsbewilligung einmal mehr ein Thema.
1984
Der Jahresbeitrag wird auch CHF 20.- erhöht.
Es wird ein provisorischer Pikettdienst in Erwägung gezogen und am 17.10.1984 umgesetzt. Adolf Riedweg muss über den Erfolg und Nutzen eine Statistik und einen umfassenden Bericht erstellen.
Auf dem Dach des Polizeigebäudes werden 3 Hundezwinger erstellt.
1985
Für die Renovationsarbeiten am Clubhaus werden 4 Hundeführer einen Tag abkommandiert.
Ende Sommer legt Adolf Riedweg dem Vorstand den Bericht und die Statistik über den Verlauf des Pikettdienstes vor. Das Ergebnis ist durchwegs positiv und diese Dienstleistung wird definitiv eingeführt.
Im Vorstand wird erstmals erörtert, was passiert, wenn der LPHV aufgelöst und die Hundeführer in eine Diensthundegruppe umgewandelt werden.
Beim Clubhaus muss die Wasserleitung neu erstellt werden.
1986
Die Umwandlung des LPHV in eine Diensthundegruppe wird vertagt.
Robert Furrer stellt an der GV sein Amt als Kassier nach 20 Jahren zur Verfügung und wird zum Ehrenmitglied ernannt. Neuer Kassier wird Robert Arnold. Im Anschluss an die GV berichten Bruno Maurer und Robert Meier mit Lichtbildern über den Erdbebeneinsatz in Mexiko.
Auf dem Autobahnstützpunkt Sprengi wird eine Hundezwingeranlage erstellt
Der Kassier Robert Arnold verlässt die Kantonspolizei und bis zur GV übernimmt Robert Furrer wieder dieses Amt.
Im Sommer wird für die Jubiläumsfeier, 75 Jahre LPHV, ein OK zusammengestellt. Es sind dies: Dr. Anton Widmer, Präsident, Josef Müller, Sekretär, Alois Schnyder, Franz Müller, Bruno Maurer, Franz Rüttimann, Josef Käch und Albin Baumgartner.
1987
Josef Käch wird zum neuen Kassier gewählt. Adolf Riedweg wird Freimitglied.
Am 07./08.05.1987 war unser Verein für die Organisation und die Durchführung der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Polizeihundeführer Verbandes verantwortlich. An diesem besonderen Anlass, konnte der SPV sein 75–jähriges Bestehen feiern. In Erinnerung blieb ein tolles Fest mit vielen schönen und anregenden Kontakten.
Auch der LPHV wurde im Jahre 1912 gegründet und durfte mit Stolz auf 75 Jahre zurückblicken. Unter der Leitung von Alois Schnyder, TL, leistete das OK die nötigen Vorarbeiten, um einer breiten Öffentlichkeit die Einsatzmöglichkeiten der Polizeihunde zu präsentieren. Es wirkten alle aktiven Polizeihundeführer mit. Am Samstag, 24.10.1987, konnte Pol. Kdo. Dr. Anton Widmer, Präsident des Vereins eine grosse Gäste- und Besucherschar (über 300 Personen) willkommen heissen. Unter anderem durfte er Herr Regierungsrat Robert Bühler, Polizeidepartement, den Zentralsekretär des SPV, Martin Burri, Hr. Dr. Hans Schriber, sowie verschiedene Vertreter der benachbarten Polizeikorps, Ehrenmitglieder des Vereins und die Medien begrüssen.
Das Programm der Vorführung war sehr ausgewogen und zeigte alle Fassetten der Hundeausbildung. Entsprechend fand der Anlass Anklang und positive Berichte in der Presse. Im Anschluss an diese Vorführung genossen alle das feine Mittagessen in der Mehrzweckhalle auf der Allmend.
1988
In diesem Jahr gab es wohl die grösste Veränderung in der Vereinsgeschichte des LPHV.
- Der Verein wurde in eine Diensthundegruppe umgewandelt
- Die Weisungen wurden in einen Dienstbefehl gefasst
- Die Futtergeldentschädigung wurde neu geregelt
- Die Anschaffungs- und Arztkosten wurden neu geregelt
- Der TL hatte als direkten Vorgesetzten den Polizeikommandanten
- Die Vereinsstatuten wurden den neuen Verhältnissen angepasst
Auf die Mitgliederversammlung vom 24.03.1988 hatten der Präsident, Hr. Dr. Anton Widmer und der TL Adj Alois Schnyder die Demission eingereicht. Beiden Herren wurden für die langjährigen Verdienste mit grossem Applaus zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Der neue Vorstand setzte sich nun wie folgt zusammen:
- Präsident: Bruno Maurer
- Vizepräsident: Josef Eicher
- Aktuar: Josef Käch
- Kassier: Rene Cranz
- Beisitzer / TL: Robert Meier
Der LPHV war ab diesem Zeitpunkt nur noch für die gesellschaftlichen Anlässe und den Unterhalt des Clubhauses zuständig. Für das Clubhaus, welches den Hundeführern als Verpflegung, Material- und Theorieraum zur Verfügung gestellt wurde, hatte das das Polizeikommando eine Entschädigung zu entrichten.
1991
Mit den Hundeführern aus den Polizeikorps URI, NIDWALDEN, OBWALDEN + der STADTPOLIZEI hatte die Diensthunde-Gruppe eine Grösse erreicht, die eine saubere und effiziente Ausbildung nicht mehr erlaubte. Auch das Uebungsgelände reichte nicht mehr aus und Konflikte mit den Landwirten waren programmiert. Aufgrund dieser Umstände wurde nach Lösungen gesucht. Das Angebot lautete:
- Gemeinsame Übungsleiterausbildung
- Gemeinsamer Kurs in Sörenberg
- Gemeinsame Verbandsprüfung
- Die eigentlichen Ausbildungstage werden autonom in ihren Arbeitsgebieten durchgeführt.
1992
Die obgenannte Lösung war nicht allen Personen genehm und man argumentierte, dies käme einem Ausschluss gleich. Folglich gaben die Hundeführer der Stadtpolizei und der Kantone Nidwalden und Obwalden den Austritt aus dem LPHV und gründeten einen eigenen Verein.
Am 28.05.1992 feierte der Verein auf der Rengg, Mettilimoos, bei unserem Clubhaus „Chnori Hüüsli“ 80 Jahre LPHV. Die Einladung erfolgte an alle Ehren- Passiv- und Aktivmitglieder mit ihren Angehörigen. Bei schönstem Wetter zeigten wir mit den Hunden unser Können. Bei Musik, Speis und Trank wurde der Anlass abgerundet.
1994
Am 14.03.1994 verunglückte Rene Cranz auf einer Skitour im Kanton Tessin. Der Unfall endete tödlich und war für alle ein riesen Schock. Das Wetter war gut, die Schneeverhältnisse bestens und so stiegen die vier Lawinen-hundeführer Bruno Maurer, Rene Cranz, Gabriel Christen und Robert Meier zum Pizzo Predelp auf. Kurz vor dem Pass des Pizzo Predelp passierte das Unfassbare. Rene stürzte, rutschte gegen einen Stein und erlitt eine derart schwere Kopfverletzung, dass er auf der Stelle tot war. Für die direkt Betroffenen und die Ehefrau mit den vier Kindern war dies ein furchtbarer Tag.
Nach 20-jähriger Vorstandstätigkeit demissioniert Eicher Josef als Vice Präsident. Als Nachfolger wurde Käch Josef gewählt und das Amt des Aktuars übernahm Walter Wüest.
Im Herbst 1994 ging Alois Schnyder in die Pension. Alois war während rund 38 Jahren Hundeführer mit Leib und Seele. Am 10. November wurde er im Beisein seiner Gattin Marie, die bei geselligen Anlässen im Chnori Hüüsli unzählige Male mitgeholfen hatte, in einer würdigen Feier verabschiedet.
Am 08.10.1994 verstarb das Ehrenmitglied Albert Auchli. Albert war viele Jahre aktiver Hundeführer, Übungsleiter, 6 Jahre Sekretär im Zentralvorstand und Vic-Präsident des LPHV. Bis zu seiner Pensionierung engagierte es sich für den Verein.
1995
Auf den Todesfall von Cranz Rene musste der Vorstand neu bestellt werden und formierte sich wie folgt:
- Präsident: Bruno Maurer
- Vizepräsident: Josef Käch
- Aktuar: Kurt Häberli
- Kassier: Walter Wüest
- TL: Robert Meier
- Hüttenwart: Philipp Schmidiger
- Materialverwalter: Jakob Hocher
Am 31.01.1996 verstarb überraschend Alois Schnyder. Alois hat die Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren ganz erheblich mitgeprägt. Nachfolgend seine wichtigsten Funktionen:
- 1964 - 1974 Aktuar
- 1974 - 1980 Vice – Präsident
- 1980 - 1988 TL
- 1988 - 1995 Hüttenwart
Er war auch die treibende Kraft zum Bau des Clubhauses „Chnori Hüüsli“. Hier hat Alois unzählige Stunden in Verhandlungen und als Bauleiter investiert.
Am 20./21.09.1996 geht der Vereinsausflug erstmals in das Ausland, nämlich nach Colmar. Hier besuchten die Ausflügler einen Mondioring – Wettkampf.
1999
Am 20.03.1999 verstarb das Ehrenmitglied Dr. Hans Schriber. Herr Schriber war von 1966 – 1980 Präsident des LPHV und setzte sich immer mit Leib und Seele für die Anliegen der Hundeführer ein. Während 6 Jahren war er auch Zentralpräsident des Schweizerischen Polizeihundeführer-Verbandes. Auch bei geselligen Vereinsanlässen erschien Herr Schriber immer und mit seinen humorvollen Gedichten erfreute er manch „Hündelerherz“.
2000
Mit dem Millennium gab es auch in der Vereinsführung des LPHV grössere Veränderungen. Auf die Generalversammlung hatten der Präsident, Bruno Maurer, der TL, Robert Meier und Jakob Hocher, Materialverwalter, den Rücktritt erklärt. Bruno Maurer war während rund 20 Jahren, wovon 12 als Präsident, tätig. Robert Meier hatte während 12 Jahren die Funktion als TL und Jakob Hocher, 10 Jahre als Materialwart inne.
Der neue Vorstand setzte sich nun wie folgt zusammen:
- Präsident: Walter Wüest
- Vizepräsident und Materialverwalter: Kurt Häberli
- Aktuar: Markus Getzmann
- Kassier: Franz-Xaver Häfliger
- TL: Josef Käch
Im Anschluss an die Versammlung wurde Bruno Maurer und Robert Meier für ihre Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt. Als Dank erhielten sie vom Verein einen Gutschein für eine Hundeschlittenfahrt in Zweisimmen, Sparenmoos.
Der PMC führte am 22.06.2000 auf dem Lindenberg das alljährliche Familien-Picknick durch. Auf Anfrage der Vereinsleitung des PMC stelle der LPHV eine Hundeshow zusammen. Die Vorführung war ein voller Erfolg und es gab einen kräftigen „Zustupf“ in die Vereinskasse.
2001
An der Generalversammlung demissionierte Schmidiger Philipp als Hüttenwart. Philipp hatte diese Aufgabe von 1995 – bis 2001 inne. Als Nachfolger wurde Franz Engel gewählt.
2002
Zum 90ig-Jahrjubiläum organisierte der Vorstand unter der Leitung von Walter Wüest eine Reise nach Stuttgart. Als Chauffeur stellte sich Denier Kurt, Hundeführer der Kapo UR, zur Verfügung. Dort wurde die Polizeihundeführerschule Stuttgart besucht. Am ersten Tag durften die Hundeführer verschiedene und sehr interessante Sparten der Hundeausbildung begutachten. Der Abend galt der Geselligkeit und Pflege der Kameradschaft. Es war rundum ein gelungener Anlass.
2006
Einmal mehr stand an der GV vom 02.02.2006 ein Umbruch an, hatten doch der Präsident Walter Wüest, der Vice-Präsident Kurt Häberli, der Kassier Franz-Xaver Häfliger und der Aktuar Markus Getzmann den Rücktritt eingereicht.
Der neue Vorstand setzte sich nun wie folgt zusammen:
- Präsident: Thomas Galli
- Vizepräsident: Stefan Eicher
- Aktuar: Reto Steenaerts
- Kassier: Urs Zumstein
- TL: Josef Käch
2007
Der Vorstand unternahm am 25.05.2007 erstmals mit den Frauen einen gemeinsamen Ausflug. In Sempach übte man sich im Minigolf-Sport und anschliessend traf man sich im Restaurant Sonne, Eich, zu einem feinen Nachtessen.
Am 13. September wurden die Landwirte in der Umgebung des Clubhauses letztmals zum traditionellen Mittagessen eingeladen. Auf diese Weise hatte man über Jahre den Landwirten für die Umtriebe ein „Dankeschön“ ausgesprochen. Aufgrund der bevorstehenden Fusion mit der Stadtpolizei und der neuen Ausbildungsmethodik, wurde der Ausbildungsort Mettili und Umgebung aufgegeben.
2008
An der Mitgliederversammlung vom 06.03.2008, stellte der Vorstand den Antrag, das Clubhaus zu verkaufen. Nach einer anregenden Diskussion wurde dieser Antrag von der Versammlung mit grossem Mehr abgelehnt.
2009
Am 08.05.2009 wurde in der schönsten Stadt der Schweiz, nämlich Luzern, die DV des Schweizerischen Polizeihundeführer Verbandes durchgeführt. Der Tagungsort war das Armee-Ausbildungszenter AAL. Als Hauptorganisator wirkte Hptm Willi Eicher, Chef Sondergruppen der Kapo Luzern. Die Tagung verlief für alle zur vollsten Zufriedenheit.
Käch Josef orientiert, dass nach der Fusion mit der Stadtpolizei Luzern, die Subventionen des Kommandos an das Clubhaus entfallen werden. Somit ist der Verein für den Unterhalt selber verantwortlich.
2010
Auf die GV vom 08.03.2010 hatte der Aktuar Reto Steenaerts den Rücktritt eingereicht. Nachfolger wurde Bucher Andreas.
Der Präsident, Galli Thomas, orientiert, dass im Jahre 2012 der LPHV 100 Jahre alt wird. Er äusserte sich dahin, dass dies ein Grund für einen Marschhalt sei und man eine würdige Jubiläumsfeier durchführen möchte. Thomas gibt bekannt, dass das Jubiläum am 22./23.09. 2010, zusammen mit dem Spiel der Kapo, 50-zig Jahre, stattfinde. Das OK werde von Frau Regierungsrätin Yvonne Schärli präsidiert.
Nach der Fusion mit der Stadtpolizei Luzern, wurden die Hundeführer Alther Luzi, Valles Ciro, Mendel Martin, Lagler Adrian und Kurmann Maurus in den Verein aufgenommen.
Da bei der Mitgliederversammlung im Jahre 2008 der Verkauf des Clubhauses „Chnori Hüüsli“ abgelehnt wurde, setzte man eine Hüttenkommission ein und diese versucht nun das Vereinslokal entsprechend zu vermarkten. Gegen einen Unkostenbetrag von Fr. 50.- kann man das Lokal nun mieten.
Besondere Einsätze
Von den vielen und erfolgreichen Hundeeinsätzen werden an dieser Stelle nur diejenigen aufgeführt, die bezüglich Ausführung und Erfolg über das allgemeine Mass hinausragen. Natürlich hat es weitere erfolgreiche Ereignisse, die es verdienen würden, erwähnt zu werden.
1927
In der Nacht vom 28. August, war in Neuenkirch ein Raubüberfall. Als Anton Frank, Hundeführer, einen Radfahrer anhalten wollte, ergriff dieser die Flucht. Der Hund nahm sofort die Verfolgung auf. Obwohl der Täter auf den Hund schoss und diesen am Auge schwer verletzte, stellte das Tier den Unbekannten. Der Hund verlor ein Auge.
1932
Nach einem Raubüberfall in Neuenkirch, arbeitete der Hundeführer Buholzer Isidor mit seinem Hund „Arry“ eine Fährte von rund 12 Km aus. Auf Grund der gewonnen Erkenntnisse, konnten die zwei Täter schlussendlich am Rotsee verhaftet.
1961
In Escholzmatt wurden 2 Pferde aus zwei verschiedenen Ställen gestohlen. Alois Schnyder und Anton Bucher konnten nach stundenlanger Spur- und Revierarbeit, die Pferde und die Täter im Beichlengebiet anhalten. Die Täter stammten aus Ungarn.
1968
Ende März entwich aus der psychiatrischen Klinik St. Urban ein Straftäter. Im Verlaufe des Tages wurde dieser im Gebiet Wertenstein und später auf dem Emmenberg gesichtet. Giger Rudolf setzte seinen Hund „Kay“ auf die Fährte an und liess ihn frei suchen. Plötzlich fiel ein Schuss und der Hund war auf der Stelle tot.
1971
In der Silvesternacht gerieten zwei Männer in Streit. Einer der Männer holte zu Hause sein Sturmgewehr und versteckte sich im Kuhstall. Er beabsichtigte den Kontrahenten beim Beginn der Stallarbeit zu erschiessen. Der aufgebotene Hundeführer, Arnet Josef, setzte seinen Diensthund „Kuli“ ein. Der Hund griff den Täter an und dieser konnte anschliessend verhaftet werden. Die Waffe war mit 6 Patronen geladen.
1982
Im Gotthardtunnel konnten die Urner Hundeführer nach langer Sucharbeit drei Autodiebe verhaften. Diese hatten sich zwischen der Tunnelverkleidung und den Felsen versteckt.
1984
Auf dem Bürgerstock verübten 3 Täter einen Raubüberfall auf das Bijouteriegeschäft Bucherer und fesselten die Angestellte. Die Täterschaft konnte bald verhaftet werden, aber von der Beute fehlte jede Spur. In der Folge wurden mehrere Hundeführer aufgeboten. Nach langem Suchen fand der Hund „Ingo“ mit dem Hundeführer Maurer Bruno, die Beute im Betrage von rund 1, 2 Millionen Fr. Das Diebesgut war unter einem Bootssteg, in der Ufermauer, gut versteckt.
1986
Am 22. März wurde Amstutz Fridolin, Kapo NW, mit seinem Hund Mark auf die Bannalp zu einem Lawinenunglück aufgeboten. Nach relativ kurzer Suche zeigte der Hund die Fundstelle an und das Opfer konnte lebend geborgen werden. Amstutz Fridolin hatte mit seinem Hund schon mehrere erfolgreiche Einsätze als Lawinenhundeführer. Leider waren aber die Opfer jeweils bereits tot und so muss es eine riesige Freude gewesen sein, als das Opfer auf der Bannalp noch lebte und sich nach kurzer Zeit gut erholte.
1987
Ein unbekannter Amokschütze hatte sich in der Stadt Luzern im Gebüsch eines Hinterhofes verschanzt und schoss mit dem Sturmgewehr auf das Zimmer einer Serviertochter. Der Hund „Lesko“ vom Hundeführer Albin Baumgartner, Stadtpolizei, konnte den Täter nach kurzer Revierarbeit stellen. Das Sturmgewehr war mit 24 Patronen geladen.
2000
Bezüglich Drogenfunde hatte Walter Wüest mit seinem Hund „Korda“ zwei besonders schöne Erfolge zu verzeichnen. In der Aktion „Onkel“, Kapo Uri, fand der Hund in der Lüftung eines Personenwagens 2 kg Heroin. Beim Fund war auch der neu gewählte Kommandant Reto Habermacher anwesend, der den ersten Arbeitstag bei der Polizei hatte. Ein weiterer Fall erfolgte in einer Wohnung in Luzern, wo der Hund mehrere 10'000.- CHF. fand, obwohl Beamte das Zimmer vorgängig durchsucht hatten.
Die Drogendealer änderten die Art ihrer Verstecke immer wieder und so wurden einige Zeit die Drogen im Freien, hauptsächlich Wälder, gebunkert. Nach langwierigen Telefonüberwachungen kam Meier Robert mit seinem Hund „Zap“ im Sedelwald, und Littau, Gebiet Torenberg, zum Einsatz. Bei drei Einsätzen innert 2 Tagen konnte der Hund rund 3 kg Heroin auffinden.
Finanzielle Entwicklung / Entschädigung der Hundeführer
1912
Bei der Vereinsgründung wurde ein Jahresbetrag von 1.- Fr. beschlossen. Auf Initiative des Polizeikommandanten Herr Jans wurde am 20.08.1912, die Militär- und Polizeidirektion um finanzielle Unterstützung angefragt. Im gleichen Jahr überwies der Regierungsrat Fr. 300.- als Startkapital.
1913
An der Generalversammlung wird der Jahresbeitrag von CHF 1.- auf CHF 2.- erhöht.
1916
Auf Antrag des Polizeikommandanten Herr Jans wurde erreicht, dass für die Teilnahme an Hundeübungen und Hundeprüfungen Reisevergütung nach Gebührentarif verrechnet werden durfte.
1918
Aufgrund der Teuerung sprach der Regierungsrat für das Jahr 1918 den Hundeführern, die an den Hundeübungen und Prüfungen teilnahmen, eine Entschädigung von je CHF 80- zu.
1920
An der Mitgliederversammlung vom 06.03.1920 beschloss man, dass den Hundeführern, die an einer Prüfung das Maximum erreichen, eine Prämie ausbezahlt werde.
- In der Neulingklasse CHF 60.-
- In der Gebrauchshundeklasse CHF 100.-
1921
Der Mitgliederbeitrag wird von CHF 2.- auf CHF 3.- erhöht.
1931
An der GV wurde der Beschluss gefasst, dass diejenigen, die an Hundeübungen- Prüfungen teilnehmen, ½ Tag Dienstgutschrift und die Reiseentschädigung notieren dürfen.
1935
An der GV wird die Aufnahme von Passivmitgliedern beschlossen. Dies konnten auch Zivilpersonen sein, die den Polizeihunden und der Polizei gut gesinnt waren.
1936
Dank der grossen Erfolge der Hundeführer Raymond Burkart, Alfred Villiger, Franz Felder, Isidor Buholzer und Alfred Felber, wurden die Staatssubventionen an den Verein angehoben. Leider ist der Betrag nirgends ersichtlich.
1947
In diesem Jahre wurde beschlossen, dass den Hundeführern, die an allen 3 Prüfungen, Frühling- Sommer- und Herbstprüfung, teilnahmen, CHF 150.- Futtergeld ausbezahlt werde. Für den Gabenfonds führte man eine Sammlung durch. Ergebnis CHF 754.-
1975
Das Budget der Hundeführer beträgt neu CHF 14'000.- Der TL wird mit CHF 700.- und die Übungsleiter mit je CHF 300.- entschädigt.
1976
An der GV werden die Leistungsprämien gestrichen, aber dafür jeder praktische Einsatz mit CHF 10.- entschädigt. Neu beträgt die Futtergeldentschädigung CHF 2.50.
1981
Die Entschädigung an den TL und die Übungsleiter entfällt. Der Präsident, Dr. Anton Widmer stelle fest, dass die Rechtsgrundlage für die Entschädigung fehlt. Bis jetzt war es so, dass vom ausbezahlten Staatsbeitrag diese Entschädigungen abgezogen wurden und der Rest als Futtergeld auch die Hundeführer verteilte.
1983
Der Jahresbetrag wird von CHF 8.- auf CHF 10.- erhöht.
1988
Für das Clubhaus wird der Verein mit CHF 2000.- pro Jahr vom Polizeikommando entschädigt. Das Futtergeld betrug ab sofort CHF 5.- pro Tag und die Kosten-beteiligung beim Kaufe eines Hundes, wurde neu geregelt. Bis zu diesem Datum hatte der Vereinsvorstand zu entscheiden, welchem Hundeführer, wie viel Futtergeld ausbezahlt wird.
Aktuell
Die aktuelle Entschädigung richtet sich nach internen Dienstbefehlen und Richtlinien.